Bild eines Zahlungsterminals von CCV

WISSEN

Worauf muss man bei der Auswahl des Zahlungsterminals als Standortbetreiber achten?

Wussten Sie, dass bis zu 30 % der potenziellen Ladevorgänge an öffentlichen Stationen gar nicht erst stattfinden? Der Grund dafür ist oft so banal wie ärgerlich: Der Zugang zur Infrastruktur ist schlichtweg zu kompliziert. Ob unübersichtlicher Ladekarten-Dschungel, Registrierungszwang oder kryptische QR-Code-Lösungen – für viele E-Autofahrer wird der einfache Ladevorgang zur digitalen Hürde, sodass sie sich letztlich für die nächstbeste Alternative entscheiden.

Moderne CPOs (Charge Point Operator) haben hierfür bereits Lösungen gefunden. Doch worauf kommt es bei der Wahl der Hardware wirklich an, wenn man als Betreiber langfristig wirtschaftlich und rechtssicher agieren möchte?

Die Realität an öffentlichen Ladesäulen: Warum Herr Meier lieber einen Umweg fährt

Stellen Sie sich vor, ein Kunde – nennen wir ihn Herrn Meier – möchte sein Elektrofahrzeug an einem öffentlichen Ladepunkt laden. Er findet eine Station, doch statt des vertrauten Bildes einer Tankstelle mit Kasse und Terminal erwartet ihn nur ein einsamer Aufkleber mit einem QR-Code.

Beim Scannen landet Herr Meier auf einer ihm völlig unbekannten Website. Hier soll er sich – nun schon zum dritten Mal in dieser Woche – mit all seinen persönlichen Daten und Zahlungsinformationen registrieren. Er zögert. Seine sensiblen Bankdaten in fremde Hände zu legen, fühlt sich für ihn nicht richtig an. In der Realität führt dieser Prozess oft zu Frust und letztlich zum Abbruch des Ladevorgangs. Für den Betreiber bedeutet das: ein verlorener Kunde und ein unmittelbarer Umsatzverlust.

Die „Ladekarten-Falle“ und der Intransparenz-Schock

Um diesen Stress künftig zu vermeiden, besorgt sich Herr Meier für den nächsten Monat die Ladekarte eines bestimmten Anbieters. Er fühlt sich sicher: Die Daten liegen bei einem zentralen Unternehmen und er muss die Karte nur noch kurz vor das Lesegerät halten. Doch am Ende des Monats folgt die Ernüchterung. Beim Blick auf die Abrechnung stellt er fest, dass die Kosten massiv höher ausfallen als erwartet.

Was ist passiert? Da Herr Meier außerhalb des vom Anbieter gebotenen „Roaming-Netzwerks“ geladen hat, wurden ihm saftige Zusatzgebühren berechnet. Da der Ladepunkt über kein Display verfügte, konnte er den tatsächlichen Preis pro Kilowattstunde vor dem Start nicht so bequem wie gewohnt einsehen.

Das Ergebnis: Herr Meier ärgert sich ein weiteres Mal über diese Station. Für ihn steht fest: In Zukunft fährt er lieber einen fünfminütigen Umweg zur Konkurrenz, wo er im richtigen Netzwerk ist und im Vorfeld genau weiß, was ihn erwartet.

Was Sie als Betreiber aus Herrn Meiers Frust lernen können

Die Geschichte von Herrn Meier ist kein Einzelfall, sondern Alltag an vielen Standorten. Wenn Sie einen öffentlichen Ladepunkt betreiben, sollten Sie daher vier entscheidende Punkte beachten, um Kunden wie Herrn Meier langfristig zu binden:

  • 1. Nutzervertrauen durch physische Präsenz: Ein QR-Code allein reicht oft nicht aus. Kunden vertrauen physischen Terminals mehr, da sie diese aus ihrem täglichen Leben, etwa vom Supermarkt, kennen. Ein Terminal signalisiert Professionalität und Sicherheit.
  • 2. Gesetzliche Pflicht durch AFIR: Es ist nicht mehr nur eine Frage des Komforts, sondern des Gesetzes. Die neue AFIR-Regelung schreibt vor, dass Ladestationen mit einer Leistung von mehr als 50 kW (DC) zwingend ein physisches Kartenterminal für die Direktzahlung besitzen müssen. Wer hier spart, riskiert rechtliche Konsequenzen.
  • 3. Preistransparenz als Vertrauensanker: Niemand kauft gerne die „Katze im Sack“. Die Preise müssen vor dem Ladebeginn klar ersichtlich sein. Ein Display-Terminal wie das CCV IM30 ist hierfür die eleganteste Lösung: Es zeigt den Ad-hoc-Preis direkt an und verhindert so den „Abrechnungs-Schock“, den Herr Meier erleben musste.
  • 4. Wirtschaftlichkeit durch Skalierbarkeit: Sie befürchten hohe Kosten pro Ladepunkt? Hier kommt die Skalierbarkeit ins Spiel. Durch intelligente Systemarchitekturen können Sie massiv Kosten sparen: Ein einziges zentrales CCV-Terminal kann die Zahlungen für mehrere Ladestationen gleichzeitig verwalten. So bieten Sie maximalen Komfort bei minimalem Hardwareaufwand und vermeiden extra Kosten für Software-Konfiguration und Inbetriebnahme pro Ladestation.

Warum Rechtssicherheit kein „Kann“, sondern ein „Muss“ ist

Als Betreiber (CPO) bewegen Sie sich in einem engen Geflecht aus gesetzlichen Vorgaben. Die Wahl des richtigen Zahlungsterminals ist hierbei Ihre Versicherung gegen Bußgelder und Haftungsrisiken:

  • AFIR & LSV-Konformität: Seit April 2024 schreibt das Gesetz vor, dass neue Schnellladestationen über 50 kW (DC) zwingend ein physisches Kartenterminal für die Direktzahlung besitzen müssen. Dies garantiert Preistransparenz ohne den Zwang zu undurchsichtigen Roamingsystemen.
  • Eichrechtskonformität: In Deutschland ist die kWh-genaue Abrechnung ohne ein zertifiziertes System schlichtweg illegal. Ein modernes Terminal fungiert als „digitaler Eichstrich“: Es zeigt dem Kunden exakt und manipulationssicher an, was er vor dem Zahlungsabschluss zu erwarten hat und was am Ende abgerechnet wird.
  • Haftungsreduzierung: Systeme, die eine Fernüberwachung und jährliche Sicherheitsprüfungen (DGUV V3) unterstützen, minimieren das Risiko elektrischer Unfälle. Dies stellt sicher, dass Ihr Versicherungsschutz im Schadensfall vollumfänglich greift.

Die technologische Synergie: Wie Architektur und Hardware Barrieren brechen

Um die Probleme von Kunden wie Herrn Meier nachhaltig zu lösen, bedarf es mehr als nur eines beliebigen Bezahlgeräts. Es erfordert eine durchdachte Systemarchitektur, die Hardware, Backend und Protokolle nahtlos vereint. Bei Lade.ZEIT verstehen wir uns als Architekten dieser Infrastruktur – und für die Umsetzung unserer Vision war die Wahl des richtigen Hardware-Partners entscheidend.

Nach abwägen verschiedenster Möglichkeiten haben wir uns für eine enge Kooperation mit CCV entschieden. Gemeinsam mit 800Volt (Anbieter des bewährtes Pump Connect Backends) und CCV haben wir Pionierarbeit geleistet, um eine native OCPI-Integration direkt am Zahlungsterminal zu realisieren. Wir haben das theoretische Konzept anhand von zwei Pilotstandorten getestet, zusammen weiterentwickelt und schlussendlich erfolgreich in die Realität umgesetzt.

Das Ziel: Eine technologische Kette, die für Sicherheit steht, nicht nur heute funktioniert und dem Betreiber (CPO) maximale Freiheit für die Zukunft lässt.

Warum diese technologische Wahl den Unterschied für CPOs macht:
  • Maximale Freiheit durch Cloud-Connect & OCPI: Wir setzen auf das Cloud-Connect-Verfahren via OCPI-Protokoll (internationaler Standard). Da die Schnittstelle rein digital ist, reduzieren wir die physischen Komponenten an der Säule auf ein Minimum. Für Sie bedeutet das: Drastisch gesenkte Initialkosten und eine Skalierbarkeit, die mit Ihrem Standort mitwächst.
  • Höhere Conversion durch das „Tap & Charge“-Prinzip: Wir eliminieren die Einstiegshürden, die bei Kunden wie Herr Meier Frustration auslösen. Durch die direkte Akzeptanz von Visa, Mastercard und der Girocard am Terminal wird das Laden so einfach wie das kontaktlose Bezahlen im Supermarkt. Das Ergebnis sind messbar mehr Ladevorgänge und höhere Umsätze pro Ladepunkt.
  • Nutzervielfalt: Neben der Möglichkeit zum transparenten und sicheren Ad-Hoc Laden via Bankkarte ist dasselbe Zahlungsterminal, ohne Mehraufwand, auch für Ladekarten Kompatibel, somit wird kein Nutzer ausgeschlossen.
  • Effizienz im Kiosk-Modus: Wirtschaftlichkeit bedeutet auch, Hardware klug einzusetzen. Dank moderner Android-basierter Terminals wie dem CCV IM30 müssen Sie nicht jeden Ladepunkt einzeln mit teurer Technik ausstatten. Ein zentrales Terminal kann die Autorisierung und Zahlung für mehrere Stationen gleichzeitig steuern – ideal für größere Standorte.
  • Anpassungsfähigkeit statt Starrheit: Das System ist „Over the Air“ updatefähig und erlaubt individuelles Branding direkt auf dem Display. So bleibt Ihre Infrastruktur nicht nur technisch aktuell, sondern kommuniziert auch Ihre eigene Marke an den Kunden, statt ihn mit anonymen Standard-Oberflächen zu konfrontieren. Gleichzeitig reduziert dies zuverlässig sowohl die Kosten als auch den Zeitaufwand des CPOs für Service und Wartung.

CCV erfüllt mit dem CCV IM30 Terminal sämtliche eben genannten Aspekte und noch mehr, weshalb Sie die Ideale Wahl für unsere Projekte sind.

Unabhängigkeit als Planungsprinzip

Dass wir heute so überzeugt mit CCV und 800Volt zusammenarbeiten, liegt vor allem an einem Punkt, der tief in der DNA von Lade.ZEIT verwurzelt ist: Systemoffenheit.

Als Systemarchitekten wählen wir Technologien niemals nach bloßer Markenpräferenz, sondern ausschließlich nach ihrer langfristigen Wirtschaftlichkeit und Neutralität. Unsere ersten operativen Terminals in Produktion beweisen, dass dieser Weg funktioniert. Wir bauen Lösungen, die keine technischen Sackgassen schaffen, sondern Ihnen als Betreiber die Kontrolle zurückgeben.

Das für uns entscheidende Argument – und Ihr wichtigster Schutz für die Zukunft: Durch den geringeren Hardwareaufwand und die Cloud-basierte Anbindung bleiben Sie flexibel. Sollte es wider Erwarten doch einmal zu Unzufriedenheit kommen, ist ein Anbieterwechsel sowohl kurz- als auch langfristig deutlich einfacher und kostengünstiger möglich als bei klassischen, starr verbauten Systemen. Wir verkaufen Ihnen keine Abhängigkeit, sondern eine modulare Architektur, die flexibel und zuverlässig für Sie arbeitet.

Fazit

Die Auswahl des richtigen Zahlungsterminals ist weit mehr als eine technische Detailfrage. Es ist eine strategische Entscheidung über die Nutzerfreundlichkeit, die Rechtssicherheit und die Zukunftsfähigkeit Ihrer Ladeinfrastruktur. Mit einem Partner wie CCV und der Planungskompetenz von Lade.ZEIT stellen Sie sicher, dass Ihre Stationen nicht nur besichtigt, sondern auch aktiv genutzt werden.

Möchten Sie mehr über unsere Pilotprojekte erfahren oder planen Sie gerade den Aufbau einer AFIR-konformen Ladeinfrastruktur? Wir begleiten Sie von der ersten Skizze bis zum ersten erfolgreichen Ladevorgang.

Möchten Sie Bußgelder vermeiden und Nutzern wie Herrn Meier ein echtes Vertrauens-Ladeerlebnis bieten? Vereinbaren Sie jetzt Ihr kostenloses Erstgespräch.

Lade.ZEIT: Wir planen Ihre rechtssichere Ladeinfrastruktur

Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Ladeinfrastruktur rechtssicher wie auch wirtschaftlich sinnvoll zu integrieren – für maximalen Erfolg, Nutzerfreundlichkeit und volle AFIR-Konformität:

  • Analyse der TCO-Potenziale für Ihren spezifischen Standort
  • Fördermittelberatung für Ihr Projekt
  • Integration eichrechtskonformer Abrechnungssysteme via OCPI
  • Gewerkeübergreifende Fachplanung (Tiefbau, Elektro, Software)
  • Optimierung der Nutzerexperience zur Erhöhung der Ladevorgänge (Conversion)
  • Sicherstellung der Zukunftssicherheit sowie Skalierbarkeit

Unser Ziel: Zukunftssichere Ladeinfrastruktur

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Über CCV from Fiserv

CCV ist Teil von Fiserv. Die Bereitstellung zuverlässiger, effizienter und nahtloser End-to-End-Zahlungslösungen an jedem Punkt der Customer Journey steht im Fokus unserer Aktivitäten. Als erfahrener und zukunftsorientierter Zahlungspartner unterstützt CCV Unternehmen und Unternehmer in ganz Europa und darüber hinaus. Gemeinsam arbeiten wir seit 1958 an innovativen Zahlungslösungen.

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Über 800Volt Technologies

800 Volt Technologies ist spezialisiert auf die Entwicklung und den Betrieb von einfach zu nutzenden SaaS Lösungen im Bereich des Ladens von Elektrofahrzeugen. Seit der Gründung im Jahr 2021 hat 800 Volt Technologies durch die PUMP App bereits eine hohe Bekanntheit bei Elektrofahrenden erlangt. Aufbauend auf den Nutzererfahrungen stellt 800 Volt Technologies inzwischen ein Portfolio von SaaS Lösungen bereit, welches den effizienten Betrieb und die Abrechnung von Ladestationen ermöglicht, als auch Flottenbetreibern den einfachen Zugang zu öffentlichen Ladestation ermöglicht. Darüber hinaus ist 800 Volt Technologies bekannt für seine innovativen Lösungen im Bereich der Energiewende, wie z.B. dynamische Tarife und die einfache Integration von Regenerativer Energie (PV) und Batteriespeicher im Rahmen eines ganzheitlichen Energie- und Lastmanagements.

https://pumpconnect.co

Lade.ZEIT — Systemarchitekt aus OWL

Lade.ZEIT ist ein unabhängiges, herstellerneutrales Planungsbüro für Ladeinfrastruktur mit Sitz in Vlotho. Wir begleiten Unternehmen und Immobilieneigentümer dabei, ihre Standorte so zu planen, dass keine teuren Überraschungen entstehen — von der Standortinventur, über ein Zielbild, dem ersten Konzept, der Umsetzung bis zum laufenden Betrieb.

Wir entwickeln aus dem Gesamtbild die passende Lösung für Ihren Standort. Unser Interesse ist ein funktionierendes Gesamtsystem — heute und in fünf Jahren.

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