Ladeinfrastruktur beim Caritas Rhein-Kreis Neuss Verband

WISSEN

Wie der Caritasverband Rhein-Kreis Neuss seine Mobilität langfristig auf Elektro umstellt
– Grevenbroich ist erst der Anfang

Wer in der ambulanten Pflege arbeitet, weiß: Das Fahrzeug muss einsatzbereit sein – nicht manchmal, sondern immer. Es ist ein Versprechen, das der Caritasverband Rhein-Kreis Neuss täglich neu erfüllt. Mit rund 1.200 Mitarbeitenden betreut der Verband täglich Menschen in der ganzen Region – mit Fahrzeugen, die pünktlich, zuverlässig und startklar sein müssen. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur am Standort Grevenbroich ist ein konkreter Schritt, dieses Versprechen auch in Zukunft planbar und verlässlich einhalten zu können. Möglich wurde dies durch die enge Zusammenarbeit mit ecmobility der Ecclesia Gruppe und der Lade.ZEIT GmbH, die das Projekt von der Bedarfsanalyse bis zur technischen Umsetzung begleitet haben.

Ausgangssituation und Verantwortung

 

Für den Caritasverband Rhein-Kreis Neuss e. V. ist Nachhaltigkeit kein Unternehmensziel im klassischen Sinne. Es ist eine Haltung gegenüber den Menschen, die auf ihre Unterstützung angewiesen sind – heute und in Zukunft. Den Anspruch, diese Menschen nachhaltig, umweltfreundlich und perspektivisch möglichst CO₂-neutral zu erreichen, nimmt der Verband wörtlich.

Gerade in der ambulanten Pflege, wo täglich zahlreiche Fahrten anfallen, liegt das Potenzial auf der Hand: Jeder Kilometer, der elektrisch statt fossil zurückgelegt wird, ist einkonkreter Beitrag, kein symbolischer.Gleichzeitig bleibt die Versorgungssicherheit nicht verhandelbar: Die Fahrzeuge stehen dank eigener Ladeinfrastruktur direkt am Standort bereit, zuverlässig für den nächsten Einsatz – und die Energiekosten lassen sich langfristig besser planen. Ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Planungssicherheit gehen hier Hand in Hand. Aber um diese Vorteile zuverlässig zu garantieren, muss die Ladeinfrastruktur ganzheitlich gedacht und auf die Individuellen Bedarfe des Unternehmens abgestimmt werden.

Dieser ganzheitliche Ansatz traf am Standort Grevenbroich auf eine klare Ausgangslage: Es gab bereits eine Photovoltaikanlage sowie zwei Ladepunkte für Elektro-Dienstwagen. Ein guter Anfang, doch mit der fortschreitenden Elektrifizierung des Fuhrparks – mehr Elektro- und Poolfahrzeuge für die ambulanten Dienste – wuchs der Bedarf schneller als die vorhandenen Kapazitäten. Der Ausbau war daher der nächste logische Schritt der Strategie, den Fuhrpark sukzessive zu elektrifizieren und dabei zunehmend den selbst erzeugten Strom zu nutzen.

Den Anstoß für die konkrete Umsetzung gab ecmobility, das auf Organisationen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen spezialisierte Kompetenzcenter der Ecclesia Gruppe. Im September 2025 entstand der erste Kontakt. Da in den Gesprächen nicht nur technische Anforderungen, sondern auch die besonderen Rahmenbedingungen eines sozialen Trägers (Betriebszeiten, Fuhrparkstruktur, langfristige Ausbaupläne) betrachtet wurden, holte ecmobility die Lade.ZEIT GmbH als passenden Experten für die Realisierung mit ins Boot.

Was umgesetzt wurde

 

Fünf zusätzliche Wallboxen mit je zwei Ladepunkten à 11 kW – damit stehen am Standort Grevenbroich jetzt insgesamt zwölf Ladepunkte zur Verfügung. Dienst- und Poolfahrzeuge können gleichzeitig geladen werden, zuverlässig und ohne dass ein Fahrzeug das andere ausbremst.

Damit das auch bei voller Auslastung funktioniert, ohne den Hausanschluss zu überlasten, installierte Lade.ZEIT ein dynamisches Lastmanagement.Es verteilt die verfügbare Leistung bedarfsgerecht auf alle aktiven Ladepunkte – und bezieht dabei auch den selbst erzeugten Solarstrom der vorhandenen PV-Anlage mit ein. Das senkt die Bezugskosten und macht den Energieverbrauch planbarer.

Das Backend ist so aufgestellt, dass nicht nur die zwölf Ladepunkte am Pilotstandort zentral verwaltet und abgerechnet werden können, sondern auchzukünftige Standorteder Caritas Rhein-Kreis Neuss nahtlos integriert werden können. Grevenbroich ist das Fundament – nicht das Ende.

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Entscheidend war eine sorgfältige technische Analyse vor Ort. So konnten wir eine Ladeinfrastruktur planen, die sicher betrieben werden kann, den praktischen Anforderungen entspricht und weitere Entwicklungen berücksichtigt.

Anna Schwerdtfeger — Projektmanagerin bei der Lade.ZEIT GmbH.

Was das im Alltag bedeutet

Für die Mitarbeitenden der Caritas ist die Handhabung einfach: Stecker rein, RFID-Karte vorhalten – fertig. Die Fahrzeuge stehen geladen bereit, wenn der nächste Einsatz beginnt. Den technischen Betrieb übernimmt Lade.ZEIT vollständig: Überwachung, Wartung, Entstörung. Kein zusätzlicher Aufwand für die Caritas, keine neue Zuständigkeit, die intern geregelt werden muss.

Die Abrechnung läuft zentral und übersichtlich – mit der Möglichkeit, Ladevorgänge direkt auf Kostenstellen zuzuordnen. Was früher manuellen Aufwand bedeutete, läuft künftig automatisiert.

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Unsere Mitarbeitenden profitieren von einem vereinfachten Arbeitsalltag, da die Fahrzeuge direkt an unseren Standorten geladen werden können und jederzeit einsatzbereit zur Verfügung stehen.

René Neuss — Leiter Facility Management und Fuhrpark des Verbandes

Grevenbroich als Pilotstandort – und was danach kommt

 

Der Hauptstandort Grevenbroich ist bewusst als Pilotstandort gedacht. Die Erfahrungen aus Planung, Inbetriebnahme und Betrieb fließen direkt in die nächsten Projekte ein. Ein weiterer Standort des Caritasverbands befindet sich bereits in der konkreten Umsetzungsphase – ebenfalls in Kombination aus Photovoltaik und Ladeinfrastruktur.

Das langfristige Ziel der Caritas Rhein-Kreis Neuss: den überwiegenden Teil der Dienst- und Poolfahrzeuge elektrifizieren, den selbst erzeugten Strom möglichst effizient nutzen und die Mobilität des Verbands dauerhaft auf ein wirtschaftlicheres wie auch nachhaltigeres Fundament zu stellen.

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Das aktuelle Projekt ist kein Einzelvorhaben, sondern Teil unserer langfristigen Strategie für eine nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität im Caritasverband.

Hermann Josef Thiel — Geschäftsführender Vorstand des Verbandes

Was andere Organisationen daraus mitnehmen können

Die Caritas Rhein-Kreis Neuss ist kein Sonderfall. Viele Organisationen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen stehen vor ähnlichen Fragen: Fuhrpark elektrifizieren, aber wie? Wie wird bestehende Infrastruktur sinnvoll genutzt? Und wie entsteht eine Lösung, die nicht nur heute, sondern auch in fünf Jahren noch passt?

Was dieses Projekt zeigt: Verlässlichkeit, Planungssicherheit und zukunftsfähige Mobilität schließen sich nicht gegenseitig aus – sie entstehen gemeinsam, wenn ein Projekt von Anfang an ganzheitlich gedacht wird. Nicht nur der aktuelle Bedarf zählt, sondern auch der, der in fünf Jahren entsteht.

Genau das ist der Ansatz, nach dem Lade.ZEIT arbeitet: Erst verstehen, was langfristig gebraucht wird. Dann prüfen, was am Standort möglich ist. Und mit diesem Wissen, das Projekt erfolgreich umsetzen.

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Caritasverband Rhein-Kreis Neuss e.V.

Der Caritasverband Rhein-Kreis Neuss e. V. ist ein katholischer Wohlfahrtsverband und einer der großen sozialen Arbeitgeber im Rhein-Kreis Neuss. Mit rund 1.200 Mitarbeitenden und zahlreichen ehrenamtlichen Engagierten unterstützt der Verband Menschen in vielfältigen Lebenslagen – von ambulanter Pflege und Beratung über Suchthilfe und Wohnungslosenhilfe bis hin zu Hausnotruf- und Mahlzeitendiensten sowie Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe.

Nachhaltigkeit versteht der Verband als Verantwortung gegenüber den Menschen, die auf seine Unterstützung angewiesen sind – heute und in Zukunft. Die schrittweise Elektrifizierung des Fuhrparks und der Ausbau erneuerbarer Energien an verbandseigenen Standorten sind Teil dieser langfristigen Strategie.

Über Ecclesia

Die Ecclesia Gruppe bildet mit mehr als 2.800 Beschäftigten und einem platzierten Prämienvolumen von 3 Milliarden Euro p. a. den größten deutschen Versicherungsmakler für Unternehmen und Institutionen. Zur Gruppe gehören unter anderem führende Makler für Industrie und Gewerbe, Logistik, Kreditversicherung/Finanzierung, Gesundheitswesen, Sozialwirtschaft, Kirche sowie Assekuradeure und der Rückversicherungsmakler Ecclesia Re.

Die Bandbreite der Kundenbeziehungen reicht vom börsennotierten Großkonzern über den Mittelstand bis zu Großkliniken und kirchlichen Institutionen.

Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Detmold und ist in Deutschland flächendeckend präsent. Darüber hinaus verfügt die Ecclesia Gruppe über eigene Unternehmen in fünf weiteren europäischen Staaten und agiert über das ECCLESIA GLOBAL NETWORK in mehr als 170 Ländern weltweit.

Lade.ZEIT – Systemarchitekt aus OWL

Lade.ZEIT ist ein unabhängiges, herstellerneutrales Planungsbüro für Ladeinfrastruktur mit Sitz in Vlotho. Wir begleiten Unternehmen und Immobilieneigentümer dabei, ihre Standorte so zu planen, dass keine teuren Überraschungen entstehen — von der Standortinventur über das Zielbild und das erste Konzept bis hin zur Umsetzung und zum laufenden Betrieb.

Wir entwickeln aus dem Gesamtbild die passende Lösung für Ihren Standort. Unser Interesse ist ein funktionierendes Gesamtsystem – heute und in fünf Jahren.

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